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27.02.2021, 15:36 Uhr
Fehlendes Fingerspitzengefühl und Antworten auf CDU-Anfragen
Rund um den Grauhof-Brunnen
 

Goslar. „Die CDU-Ratsfraktion ist erschreckt über ein öffentliches Vorpreschen der SPD in Sachen Harzer Grauhof“. Das schreiben die Christdemokraten in einer Mitteilung. Es sei zwar gut, wenn man sich über die Zukunft Goslarer Betriebe Gedanken mache und Ideen einbringe. Dann müsse man aber auch das notwendige Fingerspitzengefühl mitbringen, was den Genossen abgehe.

Wirtschaftsförderung betreibe man nicht über die Zeitung. „Investoren schrecken davor zurück, wenn Namen in so frühen Stadien bereits über die Zeitung geteilt werden. Solche Aufgaben gehören in die Hand der Stadt“, meint Ralph Bogisch, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. „Scheinbar traut die SPD dem städtischen Wirtschaftsförderer Dirk Becker das nicht zu. Oder der schnelle Aufschlag in der Zeitung war wichtiger als die Sache selbst“, mutmaßt CDU-Ratsherr Pascal Bothe und verweist auf ein weiteres öffentliches Vorpreschen der Sozialdemokraten, das einen Investor verärgert habe: und zwar bei der Nachnutzung des Geländes der ehemaligen katholischen Kirche in Sudmerberg. Auch dort sei „über die Zeitung mit dem Investor“ kommuniziert worden, statt den „direkten Draht“ zu suchen.

CDU: Einflussmöglichkeiten begrenzt

Die SPD wollte zwischen Harzer-Grauhof-Eigentümern und Verantwortlichen von Coca-Cola vermitteln. Der Konzern bohrt derzeit in der Lüneburger Heide nach Wasser – was in der Bürgerschaft massiv kritisiert wird. In Goslar wurde die Produktion Ende 2020 endgültig eingestellt.

Die CDU hält die Einflussmöglichkeiten von Lokalpolitikern in dieser Sache für äußerst begrenzt. „Es wäre sinnvoller gewesen, wenn man die Stadt gebeten hätte, entsprechende Gespräche aufzunehmen und der Sache damit mehr Gewicht zu verleihen“. Bogisch fragt ungläubig: „Meint die SPD wirklich, dass ein Weltkonzern wie Coca Cola ernsthaft auf Goslar aufmerksam wird, wenn ehrenamtliche Kommunalpolitiker einen Brief schreiben?“ Die CDU will das Thema in der Hand der Stadt wissen und hat daher eine Ratsanfrage zum aktuellen Stand bei Harzer Grauhof eingereicht. 

(GZ, 09.02.2021)

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Goslar. Was passiert mit dem stillgelegten Harzer Grauhof-Brunnen? Aus der nicht öffentlichen Antwort der Verwaltung auf Fragen der CDU-Fraktion vom 7.Februar geht unter anderem hervor, dass es im Vorjahr Kontakt zu einer interessierten Unternehmensgruppe gegeben habe. Deren Name wird nicht genannt. Die Verhandlungen verliefen allerdings ohnehin ergebnislos.

Mit der Berliner HR Group als Eigentümerin habe die Wirtschaftsförderung zuletzt drei Tage vor Heiligabend Kontakt gehabt und sich für weitere Gespräche auf den März vertagt. Ob Eigentümer, Betriebsleitung oder Betriebsrat: Sowohl Wirtschaftsförderer als auch die Verwaltungsspitze und die Untere Wasserbehörde der Stadt hätten seit Jahren immer wieder beim Grauhof nachgefasst.

Die früh angekündigte Einstellung des Betriebes zum Ende des Vorjahres hat all dies offenkundig nicht verhindern können. Im Dezember wurden laut Verwaltung mit der Eigentümerin diverse Punkte erörtert, um eine Wiederaufnahme des Betriebes zu ermöglichen, ohne dass es hierzu belastbare Aussagen gäbe. Es ging demnach in erster Linie um Wasserrechte, die Verantwortung für die Betriebskläranlage und das Einleiten in die öffentliche Entwässerung.

Nach Aussage der Geschäftsführung hätten allerdings alle Grauhof-Beschäftigten neue Jobs gefunden. Zuletzt hatte die SPD wie berichtet einen Vorstoß unternommen und den Coca-Cola-Konzern angeschrieben, was bei der CDU für Erschrecken gesorgt hatte.

(GZ, 22.02.2021)

27.02.2021, 15:46 Uhr

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